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01.01.1970 | Energiewende in Japan hat positive Auswirkungen für JENZ

Energiewende in Japan hat positive Auswirkungen für JENZ

JENZ-Händler Ryokusan erntet Erfolg dank langfristig angelegter Strategie

Sagamihara. Steile Berge, starke Winde und umgeben von Wasser: Japan bietet als viertgrößter Inselstaat der Welt viele Voraussetzungen für die Nutzung erneuerbarer Energien. Dennoch verbraucht das Land so viel verflüssigtes Erdgas wie kein anderes, ist der zweitgrößte Importeur von Kohle und der drittgrößte von Öl. nach dem Atomunglück von Fukushima im März 2011 beschloss die Regierung den schrittweisen ausstiegaus der Atomkraft. Bis 2020, so das Ziel, sollen 13,5 % des Energiebedarfs aus erneuerbaren Energien bezogen werden.

Die aktive Förderung erneuerbarer Energien kommt auch der Biomassebranche zu Gute, ganz zur Freude von JENZ Händler Ryokusan. Seit der Gründung im Jahr 1969 durch den heutigen Geschäftsführer Katsuji Kosuge und seinen älteren Bruder Sadao Kosuge vertreibt das Unternehmen landwirtschaftliche Spezialmaschinen. Mittlerweile wurde das Angebot um Spezialmaschinen für die Biomasseaufbereitung erweitert. Diese Maschinen werden auch im Bereich des Recyclings für die Aufarbeitung organischer Abfälle zur Kompostierung eingesetzt.

Die Zusammenarbeit mit JENZ besteht seit 2007 und basiert vor allem darauf, dass beide Unternehmen die gleiche Vision verfolgen. "Genau wie JENZ möchten auch wir durch die energetische Nutzung von Biomasse zum nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt beitragen. Um dieses Ziel zu erreichen, liefern wir unseren Kunden das notwendige Engineering und stellen ihnen die richtigen Maschinen zur Verfügung", so Kosuge. Dass die Zusammenarbeit der beiden Firmen bisher erfolgreich verläuft, zeigen besonders die ordentlichen Verkaufszahlen des letzten Jahres. Kosuge erklärt dies mit der Förderung der erneuerbaren Energien in Japan und der damit verbundenen Zunahme der Nutzung von Biomasse als erneuerbarer Energieträger. "Insbesondere in Holzkraftwerken wird Biomasse verstärkt eingesetzt. Ca. 30 Kraftwerke sind schon in Betrieb, weitere sind in Planung", so die positiven Aussichten. Mittlerweile kümmern sich bei Ryokusan 50 Mitarbeiter an insgesamt sieben Standorten um die wachsende Nachfrage des Kundenkreises, der nicht nur Kraftwerke, sondern auch Land- und Forstbetriebe, Hackschnitzelproduzenten, Recyclingbetriebe, städtische Betriebe und Sägewerke beinhaltet.

Genau zu diesen Kunden zählt auch die Tohsen-Gruppe, welche derzeit zwei JENZ-Maschinen einsetzt. Seit 1964 besteht das heute in zweiter Generation von Seiju Tohsen geführte Unternehmen am Hauptstandort Yaita, in der Präfektur Tochigi. "Der Standort bietet uns viele Vorteile. Wir profitieren nicht nur vom günstigen Klima in unserer Region, sondern auch von der Nähe zur großen Flachland-Ebene Kanto Plain sowie dem direkten Zugang zur Region rund um Tokio", beschreibt Seiju Tohsen die günstige Lage des Headquarters.

Die Entstehung des Familienunternehmens basierte auf der Idee neben Forstdienstleistungen auch die Aufbereitung von Rohholz im eigenen Sägewerk anzubieten. Außerdem wurde der Fokus nicht nur auf die reine Verarbeitung von Stammholz gelegt, sondern auch auf die weitere Nutzung von holzartigen Abfällen - ein Ansatz, der sich bezahlt machen sollte. Mittlerweile zählt die Tohsen-Gruppe 280 Mitarbeiter an 18 Standorten und bedient vornehmlich Kunden aus der Holzindustrie. Um den Kunden ein optimales und nachhaltiges Produkt zu bieten, wurde ein eigenes Holz-Distributionssystem entwickelt. "Wir nennen unser System 'Mothership Timber Distribution System'- dabei wird das Rohholz zunächst in einem ersten Verarbeitungsschritt in kleinen und lokalen Sägewerken aufbereitet, anschließend werden die halbfertigen Produkte in größeren zentralisierten Sägewerken gesammelt, getrocknet und schließlich fertig verarbeitet", erklärt Tohsen. Durch dieses System steige die Produktivität und Qualität der Produkte, außerdem sei eine bedarfsgerechte und stabile Versorgung für die Kunden gewährleistet. Zum Zerkleinern von Stammholz, das nicht in den Sägewerken verarbeitet werden kann, setzt Tohsen eine Stationärmaschine vom Typ HE 561 StA ein. Die Sägereste mehrerer Sägewerke am Berghang werden mit Hilfe eines HEM 420 DL R-Trucks zerkleinert. Herr Tohsen hat folgende Philosophie: Verwerte den ganzen Baum. Deswegen nutzt er sogar den Schlagabraum, der in Form von Hackschnitzeln als Bio-Fuel eingesetzt wird. "Wir haben uns für den HEM 420 DL R-Truck entschieden, weil wir so die Kosten für den Transport der Hackschnitzel reduzieren können, indem wir sie direkt vor Ort und auch im bergigen Gebiet produzieren". Für Tohsen zeigte sich das Potential des Biomassemarktes nicht sofort: "Wir sind in die Biomassebranche eingestiegen mit dem Ziel holzartige Abfälle aus unseren Sägewerken weiter zu verarbeiten. Nun wissen wir aber, dass es auch einen großen Bedarf für die Verarbeitung von Forstrestholz zur thermischen Verwertung gibt. Wir denken, dass es wichtig ist alle lokalen Ressourcen in Zukunft für die Energieerzeugung zu nutzen."

Unternehmen wie Tohsen zeigen die wachsende Bedeutung erneuerbarer Energien in Japan. Auch für die Zukunft fallen die Prognosen Ryokusans deshalb immer noch positiv, wenngleich auch etwas gemäßigter aus. "Der starke Anstieg der Nachfrage wird in den kommenden ein bis zwei Jahren nachlassen. Außerdem sehen wir uns im starken Wettbewerb mit vielen anderen Herstellern", so Kosuge. Ein Umdenken wird hinsichtlich der Nutzung des Energieträgers Holz erwartet. "In Japan werden Hackschnitzel bisher hauptsächlich zur Stromerzeugung eingesetzt, in Europa hingegen zur Wärmeerzeugung. Wir erwarten diesen Wandel hin zur Wärmeenergie auch für Japan in den kommenden Jahren", ist sich Kosuge sicher. Einer weiteren erfolgreichen Zusammenarbeit sollte also auch in der Zukunft nichts im Wege stehen.