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09.07.2014 | Große Aufgabe für einen großen Schredder

Große Aufgabe für einen großen Schredder

Wie Manfred Neuhauser seinen neuen BA 725 einsetzt

St. Pantaleon/Österreich. Die Salzach ist mit 255 Kilometern Länge der längste Nebenfluss des Inn in Österreich und Deutschland. Als einer der großen Alpenflüsse entwässert sie die östlichen Hohen Tauern nach Norden. Der Fluss entspringt in den Kitzbühler Alpen im Westen Salzburgs und mündet im Becken von Überackern in den vom Westen kommenden Inn.

Auf 59 Kilometern Länge bildet die Salzach die Grenze zwischen Österreich und Deutschland. So ist es zum Beispiel auch in St. Pantaleon, einer Gemeinde mit rund 3.000 Einwohnern im oberösterreichischen Bezirk Braunau am Inn. Einer dieser Einwohner ist Manfred Neuhauser. Der 47-Jährige betreibt in dem idyllischen Ort einen Entsorgungsfachbetrieb, der seit 2002 in Österreich und Deutschland zertifiziert ist. Schwerpunkt seines Geschäftes ist die Aufbereitung von kunststoffreichen Abfällen zu Ersatzbrennstoffen für die Zementindustrie. Rund 35.000 Tonnen dieser Ersatzbrennstoffe bringt die Neuhauser GmbH jedes Jahr hervor.

Manfred Neuhauser hat aber noch mehr zu bieten, und das hat mit dem Grenzfluss zu tun. Die Salzach muss als Alpenfluss bei ungünstigen Wetterlagen und lang anhaltendem Regen große Wassermengen aufnehmen. In der Zeit von Juni bis September führt das regelmäßig zu Hochwässern. In Zahlen: Am 12. August 2002 betrug die Durchflussmenge der Salzach im Stadtgebiet Salzburg 2.300 Kubikmeter pro Sekunde. Während dieser Hochwasserphasen führt die Salzach Schwemmholz mit sich, das Manfred Neuhauser aus Salzach und Inn herausfischt, aufbereitet und größtenteils als Brennstoff im Kraftwerk Timelkam einsetzt. Im Verlauf der Salzach befinden sich zahlreiche Sägewerke, dessen Holz bei Hochwasser einfach weggespült wird.

Neuhauser kann sich erinnern, in einem Jahr mit reichlich Hochwasser rund 90.000 Kubikmeter Schwemmholz aufbereitet zu haben. Darunter befinden sich teilweise sehr massive Stämme. "Für diese Aufgabe brauche ich einen robusten, mobilen Schredder, der nicht nach drei Jahren seinen Geist aufgibt", sagt der Unternehmer und begründet damit, warum er sich für den dreiachsigen JENZ-Biomasseaufbereiter (BA) 725 entschieden hat. "Es ist eine sehr flexible Maschine, die sowohl für die Aufbereitung von Schwemmholz als auch für das herkömmliche Schreddern von Grünschnitt geeignet ist. Von der ganzen Verarbeitung und der Bedienung her sind wir sehr zufrieden", sagt Neuhauser. Der BA 725 ist bereits die zweite Maschine von JENZ. Auch der Vorgänger leistete bei Manfred Neuhauser gute Dienste. "Bei Hochwasser schwemmt die Salzach nicht nur Holzstämme an. Es ist auch Wurzelholz oder anderer Abfall dabei. Wir haben noch nie wegen eines Störstoffes einen Rotor tauschen müssen, was eigentlich alles über die JENZ-Maschinen aussagt", sagt Neuhauser. Sechs Jahre hatte der Österreicher den Vorgänger seines neuen BA 725 in Betrieb. Bevor JENZ die Maschine nach Österreich auslieferte, präsentierte das Unternehmen den BA 725 im Mai 2014 auf der Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall und Rohstoffwirtschaft IFAT in München. Neben der Aufbereitung von Schwemmholz wird der JENZ BA 725 zum Lohnschreddern auf mehreren Kompostierungsanlagen eingesetzt.

Manfred Neuhauser ist 1989 in das Unternehmen eingestiegen und war zuvor bei einem Energieversorgungsunternehmen beschäftigt. Sein Vater hat die Firma im Jahr 1949 als regionale Müllabfuhr aufgebaut und betrieb seinerzeit nebenbei noch eine Landwirtschaft. Vor 25 Jahren stieg der gelernte Schlosser, der sich unter anderem mit einem Fernstudium zum Entsorgungs- und Umweltfachmann weitergebildet hat, in das Unternehmen ein. Manfred Neuhauser baute die Firma nach und nach aus und beschäftigt mittlerweile 36 Mitarbeiter. Kerngebiet ist der Westen Ober-Österreichs mit dem Bezirk Braunau sowie der Stadt Salzburg. Weitere Geschäftsfelder sind Altpapiersammlung, Transporte, Problemstoffsammlung, Containerdienst und der Betrieb einer Übernahmestelle für Papier- und Kunststoffverpackungen.

Geboren 1966 in Ostermiething, einem Nachbarort von St. Pantaleon, wohnt Neuhauser direkt gegenüber dem Firmengelände. "Ich habe mich nicht weit fortbewegt", scherzt der Österreicher, der nur über die Straße zu gehen braucht, um seinen Arbeitsplatz zu erreichen. Der Unternehmernachwuchs steht übrigens auch schon in den Startlöchern. Die 27-jährige Tochter hat Pharmazeutische Biotechnologie studiert, arbeitet im Betrieb mit und studiert nebenbei Ressourcenmanagement. Die 19-jährige Tochter wird nach ihrem Abitur Ökonomie in Wien studieren und hat ebenfalls schon ihr Interesse bekundet.