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09.07.2014 | Auf der Überholspur

Auf der Überholspur

Warum András Bálint nur noch selten im Plattensee badet

Vonyarcvashegy/Ungarn. András Bálint arbeitet dort, wo andere gerne Urlaub machen: am Balaton, besser bekannt als "Plattensee". Das 79 Kilometer lange und rund 8 Kilometer breite Gewässer im Westen Ungarns ist der größte europäische Binnensee. Natürlich hat Bálint als Kind im Plattensee gebadet. Heute kommt er kaum noch dazu, denn der 36-jährige Forstingenieur hat reichlich zu tun. András Bálint und sein Unternehmen Forest Power sind seit 2008 Vertriebspartner für JENZ-Maschinen im süd-osteuropäischen Raum: Ungarn, Kroatien, Slowenien, Serbien, Rumänien und Bosnien.

Seit Beginn der Zusammenarbeit hat Bálint rund 30 Neumaschinen und 20 Gebrauchtmaschinen von JENZ verkauft. "Die meisten davon in Ungarn", sagt der zweifache Familienvater. András Bálint ist geboren in Kestzthely, einer Kleinstadt westlich des Plattensees gelegen, rund 200 Kilometer südöstlich von Wien entfernt. Der Stammsitz von Forest Power in Vonyarcvashegy ist nur jeweils rund zehn Kilometer von Kestzthely und András Bálints Wohnort Cserszegtomaj entfernt.

Der Unternehmer wohnt dort mit seiner Frau, der siebenjährige Tochter und dem vierjährigen Sohn. Der Forstfachmann kehrte 2008 nach einigen Jahren in Wien, wo er für einen Maschinenhändler arbeitete, zu seinen Wurzeln zurück. Und das mit Erfolg. Mittlerweile ist András Bálint mit Forest Power neben Vonyarcvashegy noch an zwei weiteren Standorten tätig: In Vecsés in der Nähe des Budapester Flughafens und in Szolnok, rund 80 Kilometer südöstlich von Budapest. Eine weitere Niederlassung ist in seinem Wohnort Cserszegtomaj geplant. "Sie wird noch in diesem Jahr eröffnet", sagt Bálint. Derzeit arbeiten 18 Mitarbeiter für Forest Power. Strategische Partner in Sebes (Rumänien), in Banja Luka (Bosnien) und in Zelezniki (Slowenien) komplettieren sein Netzwerk. Andras Balint vertreibt neben JENZ-Maschinen weitere Forstmaschinen der Marken Ponsse, Westtech, Alucar und Atlas.

"Wir möchten unsere marktführende Position in den kommenden Jahren halten und planen, weitere Forstmaschinen und Zubehör in unser Programm aufzunehmen", nennt András Bálint seine Ziele. Der Unternehmer ist zudem auf der Suche nach einem strategischen Partner in Kroatien. Rund 70 Kunden mit JENZ-Maschinen betreut Bálint in seinem Vertriebsgebiet. "Die meisten sind Forstbetriebe, Sägewerke und kommunale Betriebe", sagt er. Sie produzierten Holzhackschnitzel, von denen mehr aus Laubholz als aus Nadelholz hergestellt werden. Die Hackschnitzel brauchen zum Beispiel Spanplattenproduzenten oder große Holzheizkraftwerke. "Ungarn exportiert aber auch sehr viele Holzhackschnitzel nach Österreich, Slowenien und in die Slowakei", so Bálint.

In Südosteuropa ist der stationäre Hacker HEM 561 eine sehr gefragte Maschine. Vor einigen Jahren überzeugte der JENZ-Hacker bei der kroatischen Firma Sisarka mit Sitz in Zupanja. Dort wird die Weißbuche genutzt, um daraus Holzpellets herzustellen. Da Buchenholz ein harter und hochwertiger Rohstoff ist, stellt die Hackschnitzelproduktion an die Maschine enorme Ansprüche. "In einem Land so groß wie Bayern spricht sich schnell herum, ob die Technik hält, was der Hersteller verspricht", sagt Gerald Seidel, Händlerbetreuer bei JENZ und Ansprechpartner für András Bálint. Bis heute habe die in Kroatien eingesetzte JENZ-Maschine mehr als 15.000 Betriebsstunden zuverlässig geleistet. "Das sind rund 3.000 Arbeitsstunden pro Jahr", schwärmt Seidel.

Es sind die landestypischen Produktionsbedingungen, die Fachmann András Bálint kennt und in seine Verkaufsstrategie mit einbaut. "In unserer Region wird das Holz überwiegend zu zentralen Hackplätzen gebracht. Da macht eine stationäre Lösung Sinn, zumal sich ein Elektromotor mit selbst produziertem Strom antreiben lässt", erklärt Bálint. Außerdem sei die Wartung auf ein Minimum reduziert, TÜV oder ähnliche Prüfungen entfielen. Bálint: "Günstiger als mit einer stationären Hackmaschine lassen sich hier keine Holzhackschnitzel produzieren." Nach dem durchschlagenden Erfolg in Kroatien lieferte JENZ drei weitere stationäre HEM 561 nach Kroatien und eine nach Rumänien. "So kann es weitergehen", sagt András Bálint, der sein Ohr ganz nah am Kunden und damit am Markt zu haben scheint. Sollte es so weiter gehen, dann wird der Forstingenieur noch mehr arbeiten müssen - und das nächste Bad im nah gelegenen Plattensee wird wohl weiter auf sich warten lassen.